Muhammara

Gut zu wissen!

Baumnüsse sind reich an Omega-3-Fettsäuren und wirken sich damit positiv auf den Cholesterin-Spiegel aus.

Muhammara ist noch ein Geheimtipp im Mezze-Universum. Dabei stünde dem Peperoni-Walnuss-Gericht klar eine Hauptrolle zu.

Noch vor ein paar Jahren wusste kaum jemand was Mezze sind. Wenn man in einem Laden nach Hummus fragte wurde man in die Gartenabteilung geschickt (ist mir tatsächlich so passiert und nicht nur einmal). Heute ist die Küche der Levante allgemein bekannt und Hummus gehört zum Standard-Sortiment jedes Lebensmittelladens. Aber nicht nur Hummus kennt man, auch Baba Ganoush erfreut sich zunehmender Beliebtheit.

Seit Jahren bin ich ein grosser Fan von Mezze. Egal wo auf der Welt ich unterwegs bin, irgendwann ruft mich das Fladenbrot und die kleinen Schälchen mit Leckereien. Schrecklich, dass man Mezze als Dip bezeichnet – ein Dip ist eine fade farblose Masse in welche man Stangensellerie tunkt. Mezze hingegen sind eine kulinarische Offenbarung. Ich dachte eigentlich, dass ich alle Mezze kenne: Hummus, Baba Ganoush und seine Schwester Mutabbal, Falafel, Fatayer, Kibbeh, Taboulé usw. Eigentlich!

Eines schönen Tages auf der Fahrt durch das Schweizer Mittelland meldete sich der Hunger und Tripadvisor zeigte ein syrisches Restaurant keine 10 Kilometer von meinem Standort entfernt an. Natürlich musste ich nicht zweimal überlegen und bin direkt auf das kleine Lokal in der Altstadt von Zofingen zugesteuert.

Klein aber fein war das Restaurant, von einem sympathischen jungen Mann und seiner Mutter geführt und sogar eine vegane Mezza-Platte stand auf der Karte. Das Essen war genial, besonders eine mir bisher unbekannte Köstlichkeit stach heraus. Der Gastgeber erklärte mir, dass das Muhammara ist, eine Peperoni-Walnuss-Mischung. «Muhammara, wo bist du mein Leben lang gewesen!».

Wieder zuhause musste ich unbedingt herausfinden wie man dieses Muhammara macht und nach ein paar Versuchen stand mein Muhammara vor mir und gehört seither zum Standard-Sortiment von meinem Kühlschrank. Dabei ist Muhammara äusserst vielseitig und kann sowohl zum Frühstück gegessen werden, ist aber auch am Mittag oder Abend nicht verkehrt.

Ursprünglich stammt Muhammara aus dem Norden von Syrien, aus der Stadt Aleppo, ist aber heute in der ganzen Levante verbreitet. Grundzutat ist eigentlich die Aleppo Peperoni, allerdings ist diese ausserhalb Syriens kaum frisch erhältlich und zweitens auch etwas gar scharf. Ich verwende stattdessen normale Peperoni und Chilliflocken für eine leichte Schärfe. 

Muhammara
Muhammara ist noch ein Geheimtipp im Mezze-Universum. Dabei stünde dem Peperoni-Walnuss-Gericht klar eine Hauptrolle zu.
Zutaten für4 Personen
Vorbereitung 1 Stunde
Zubereitung 20 Minuten
Gesamtzeit 1 Stunde 20 Minuten

Das brauchts

  • 6 rote Peperoni
  • 125 g Baumnüsse
  • 3 Toastbrotscheiben rund 100 Gramm
  • 3 Knoblauchzehen 
  • 8 EL Olivenöl extra vergine
  • 1 TL Chiliflocken
  • 1 1/2 EL Kreuzkümmel gemahlen
  • 2 EL Zitronensaft
  • 2 EL Granatapfel-Melasse
  • 1 TL Salz

Material

So wirds gemacht

  • Backofen auf 180 Grad vorheizen
  • Peperoni waschen, entkernen, halbieren und mit der Schnittfläche nach unten auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen.
  • Peperoni bei 180 Grad ca 50 Minuten im Backofen grillieren
  • In der Zwischenzeit den Toast in kleine Würfel schneiden und in der Bratpfanne mit wenig Olivenöl goldbraun rösten.
  • Wenn die Haut der Peperoni schwarz ist und Blasen wirft,  herausnehmen. Keine Angst, verbrannt ist nur die Haut der Peperoni, das ist aber nötig für den rauchigen Geschmack.
  • Peperoni in eine Glasschüssel geben, mit Klarsichtfolie bedecken und 10 Minuten auskühlen lassen. Danach Peperoni sorgfältig schälen.
  • Nun alle Zutaten in den Food Processor geben und zu einer Masse verarbeiten.
  • Das fertige Muhammara kann in einer kleinen Schüssel servieren oder in Gläser abfüllen und im Kühlschrank lagern.

Tipp!

Granatapfel-Melasse kann man online bestellen oder im orientalischen Laden kaufen. Die süss-sauer-herbe Geschmack gibt dem Muhammara die besondere Note.
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