Zwetschgentaschen

Gut zu wissen!

Die weissliche Schicht auf der Haut der Zwetschgen schützt sie vor dem Austrocknen und gehört zur Frucht. Ist die Zwetschge gleichmässig mit dem sogenannte «Duft-Film» überzogen, deutet das auf eine sorgfältige Ernte hin.

Zwetschgen schmecken frisch vom Baum am besten. Aber auch in einem Dessert macht sich die violette süsse Frucht gut. So zum Beispiel in meinen Zwetschgentaschen. Ein Hauch von Zimt, macht die Nachspeise besonders raffiniert.

Die Zwetschge läutet den Spätsommer ein. Die Früchte dürfen den ganzen Sommer lang Sonne tanken. Ab Ende Juli bis Mitte Oktober gibt es sie dann in Hofläden im ganzen Land zu kaufen. Von wegen «dumme Zwetschge»! Weshalb die Zwetschge in der Schweiz als Schimpfwort für eine Frau die sich dumm anstellt verwendet wird, verstehe ich nicht. Denn ich freue mich jedes Mal, wenn die ersten Zwetschgen da sind. Ehrlich gesagt, werden die ersten Früchte einfach so verputzt. Da denke ich noch nicht ans Backen.

Zwetschgentaschen von oben auf Teller

Vom Baum in die Tasche

Nachdem der erste Zwetschgenhunger gestillt ist, beginnt die kreative Phase. Es gibt vieles, das man mit Zwetschgen anstellen kann. Die frischen Früchte eignen sich besonders für süsses Speisen. Zwetschgentaschen gehören dabei zu meinen absoluten Favoriten. Sie eigneten sich nicht nur als Dessert, sondern können auch zum «Znüni» oder «Zvieri» zum Kaffee genossen werden. Ich mache sogar meistens extra mehr als genug, damit ich am nächsten Tag noch eine Zwetschgentasche zum Kaffee übrig habe.

Was macht Zwetschgentaschen so einzigartig? Man beisst in den knackigen Blätterteig und schmeckt die Süsse der Zwetschge, die sich mit dem Nussigen der Haselnüsse verbindet. Die gemahlenen Nüsse haben sich dabei während dem Backen mit dem Süssen, leicht karamellisierten Saft der Früchte vollgesogen. Und über alledem schwebt eine leichte Zimtnote, die man im Abgang auf der Zunge schmeckt. Herrlich! So viel Genuss und dabei ist die Zwetschgentasche eins, zwei im Ofen.

Zwetschgentaschen backen

Ich bin kein Fan von Fertigprodukten. Bei Blätterteig mache ich eine Ausnahme. Blätterteig selber zu machen ist echt eine Riesenarbeit. Seit es veganen Blätterteig überall zu kaufen gibt, nehme ich meistens die Abkürzung.

Keine Kompromisse gehe ich bei den Zwetschgen ein. Am liebsten kaufe ich sie direkt beim Bauern im Hofladen. Auch im Supermarkt steht während der Zwetschgensaison gute Qualität im Regal. In der Schweiz sind die Früchte normalerweise sogar aus der Region. Zwetschgenbrand ist hierzulande beliebt, die zweite Qualität landet deshalb in der Destillerie. Im Laden findet man nur erstklassige Zwetschgen.

Bei den Nüssen achte ich auf Bio-Qualität. Sowohl beim Anbau von Bio-Nüssen, wie auch beim Transport und der Verarbeitungen, wird auf Chemie verzichtet. Abgesehen davon, dass chemiefreie Nüsse besser für die Gesundheit und die Umwelt sind, schmecken sie auch besser. Deshalb nehme ich Bio-Nüsse für einen richtig nussigen Geschmack.

Die Taschen werden gefaltet. Das heisst das rechteckige Teigstück liegt vor euch wie ein Buch. Auf eine Seite kommen die Zwetschgen, die andere wird darüber gefaltet. Damit die Zwetschgen im Ofen richtig schön caramelisieren, wird der Teig auf der Seite, die über die Früchte gefaltet wird, eingeschnitten. Wichtig beim Falten der Taschen ist, dass der Teig mit einer Gabel sorgfältig zusammengedrückt wird. Wir wollen den süssen Zwetschgensaft unbedingt in den Taschen behalten, damit die Nüsse ihn aufnehmen können. Wenn die Tasche nicht richtig verschlossen ist, läuft der Saft aus und das wäre schade.

Ich bin gespannt, wie ihr die Zwetschgentaschen findet. Lasst mir doch in den Kommentaren ein Feedback da. Ich würde mich freuen.

Zwetschgentaschen Zutaten von oben
Zwetschgentaschen
Frisch vom Baum schmecken Zwetschgen am besten.  Auch in einem Dessert wie meinen Zwetschgentaschen macht sich die violette süsse Frucht gut. Ein Hauch von Zimt, macht die Nachspeise besonders raffiniert.
Zutaten für8 Taschen
Vorbereitung 10 Minuten
Zubereitung 5 Minuten
Zeit im Ofen 20 Minuten
Gesamtzeit 35 Minuten

Das brauchts

  • 12 Zwetschgen ca. 200g entsteint
  • 50 g gemahlene Haselnüsse
  • 1 1/2 TL TL Zimt
  • 3 EL Zucker
  • 4 EL veganer Rahm
  • 1 veganer Blätterteig rechteckig

Material

So wirds gemacht

  • Zwetschen waschen, entsteinen und in kleine Stücke schneiden
  • Alle Zutaten in eine Schüssel geben und gut vermischen
  • Blätterteig in 8 gleich grosse Rechteck schneiden
  • Jeweils etwas Masse auf eine Hälfte des Rechtecks verteilen, dabei einen fingerbreiten Rand freilassen, die andere Teighälfte in der Mitte  dreimal einschneiden
  • Den Rand mit etwas Rahm bestreichen und dann die eingeschnittene Seite auf die Zwetschgen zuklappen und mit einer Gabel rundherum andrücken
  • Die Zwetschgentaschen auf  ein mit Backpapier belegtes Kuchenblech legen und Taschen mit etwas Rahm besteichen
  • Zwetschgentaschen in der Mitte des vorgeheizten Ofens mit Ober-/Unterhitze bei 220 Grad 20 Min goldig backen

Tipp!

Ausserhalb der Zwetschgensaison können die Taschen auch gut mit gefrorenen Zwetschgen gebacken werden.
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Zwetschgentaschen von oben mit Nüssen

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  1. 5 stars
    Yammi! Das war mega fein! 🤩
    Ich habe die Zwetschgentaschen gestern gemacht und es sind schon alle weg. 😅
    Danke für das mega Rezept!
    Es liebs Grüessli… Priska

    1. Liebe Priska
      Danke für dein Feedback, es freut mich haben dir die Zwetschgentaschen geschmeckt!
      Weiterhin viel Spass auf The Lucky Tofu 🥰
      Liebe Grüsse
      Stefanie

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