Enthält Werbung für Soyana.
Gua Bao ist Street Food mit Kuschelfaktor. Weiche, gedämpfte Bao Buns treffen auf glasierten Tempeh, knackige Pickles und frische Kräuter – ein perfektes Zusammenspiel aus süss, salzig und umami. Dieses Gericht zeigt, dass veganes Gua Bao ohne Kompromisse funktioniert. Wer einmal hineinbeisst, versteht sofort, warum Bao Buns längst mehr sind als ein kurzlebiger Trend.
Direkt zum rezeptBao Buns, diese fluffigen, gedämpften Brötchen, sind bei uns schon seit einiger Zeit omnipräsent. In hippen asiatischen Restaurants tauchen sie auf Menükarten auf wie einst Avocado-Toast 🥑 und Instagram feiert sie als das Must-Eat des Jahres. Für uns ist das nichts Neues, denn wir sind schon lange grosse Fans der klassischen Versionen bei Din Tai Fung, wo gedämpfte Buns in allen möglichen Variationen serviert werden. 🥟

Gua Bao vegan – vom taiwanesischen Street Food zur eigenen Küche
Irgendwie habe ich mir nie wirklich Gedanken darüber gemacht, wo diese Dinger eigentlich herkommen, bis ich auf einer Reise durch Taiwan an jeder Ecke auf diese gedämpften Brötchen gestossen bin. Traditionell werden Gua Bao dort mit Schweinebauch serviert, aber ich habe natürlich auch eine vegane Variante mit Tempeh probiert und war begeistert. 😋 So sehr, dass wir uns entschieden haben Gua Bao vegan selbst zu interpretieren und ein Stück taiwanesische Street-Food-Küche nach Hause zu holen.

Woher kommt Gua Bao?
Das traditionelle Gua Bao (chinesisch 割包 oder 刈包) stammt ursprünglich aus der chinesischen Fujian-Region. Von Einwanderern wurde das Gericht nach Taiwan gebracht. Auf der Insel im Westpazifik entwickelte sich Gua Bao zu einem der beliebtesten Street-Food-Klassiker, und wird oft an Nachtmarkt-Ständen und aus Imbisswagen verkauft. Die typische Füllung besteht aus geschmortem Schweinebauch, eingelegtem Gemüse, Koriander 🌿 und Erdnüssen 🥜, die in einem weichen, halbmondförmigen, gedämpften Bao Bun eingebettet sind. Das gedämpfte Brötchen wird im Chinesischen oft als «Lotus Leaf Bun» bezeichnet. 🪷

In Taiwan trägt das Gericht auch die folkloristische Bezeichnung Hó͘-Kā-Ti (zu Deutsch «Tiger beisst Schwein»), weil der weisse Bao-Teig wie ein Tigermaul aussieht, das ein Stück Fleisch umfasst. Dem Gericht wurden früher symbolische Bedeutungen rund um Glück 🍀 und Wohlstand 💰 zugeschrieben. Erst in den letzten Jahren fand der Klassiker seinen Weg in internationale Restaurants, wo er neu interpretiert wurde – mal modern, mal verspielt, mal bewusst traditionell.
Tempeh statt Schweinebauch – die vegane Gua-Bao-Füllung



Unsere Version orientiert sich am klassischen Aufbau von Gua Bao, ersetzt den Schweinebauch jedoch durch glasierten Tempeh. Für unser Rezept verwenden wir Bio-Tempeh von Soyana, der in der Schweiz aus europäischen Bio-Sojabohnen hergestellt wird. Sein milder Geschmack harmoniert besonders gut mit süss-salzigen Glasuren und macht ihn auch für diejenigen spannend, die Tempeh sonst als bitter empfinden.



Ein entscheidender Schritt ist, den Tempeh vor dem Braten kurz vorzukochen. Dadurch wird der Tempeh zart, verliert einen Teil seiner herben Noten und eignet sich perfekt als vegane Gua-Bao-Füllung. Anschliessend wird er goldbraun angebraten und in einer aromatischen Sauce glasiert, bis alles leicht sirupartig glänzt.
Bao Buns selber machen – klassischer Hefeteig und Dampf
Bao Buns selber zu machen ist weniger kompliziert, als es auf den ersten Blick scheint. Entscheidend sind ein einfacher Hefeteig, etwas Geduld und das richtige Vorgehen beim Dämpfen. Wer diese drei Punkte beachtet, wird mit besonders luftigen, weichen Bao Buns belohnt, die sich perfekt füllen lassen.
Bao Buns mit Hefeteig – ohne Backpulver



Der Teig für unsere Bao Buns basiert auf einem klassischen Hefeteig. Manche Rezepte kombinieren Hefe mit Backpulver. Das mag auf den ersten Blick praktisch erscheinen, bringt in der Praxis aber keinen echten Vorteil. Hefe braucht Zeit, und genau diese Ruhe sorgt für die typische luftige, elastische Textur, die gute Bao Buns ausmacht.



Bao Buns dämpfen


Nach dem Formen dürfen die Teiglinge noch einmal ruhen, bevor sie im Dampf gegart werden. Damit die Bao Buns beim Dämpfen nicht zusammenfallen, ist es wichtig, dass sich die Temperatur langsam aufbaut und nach dem Garen ebenso langsam wieder abbaut. Der Deckel bleibt während des gesamten Dämpfens geschlossen, damit die Bao Buns ihre fluffige Struktur behalten.
Gua Bao vegan servieren – Street Food für zu Hause






Wenn am Ende alles zusammenkommt – luftige Bao Buns, glänzend glasierter Tempeh, knackige Pickles, frische Kräuter und geröstete Erdnüsse –, entsteht ein Gericht, das süss, salzig und umami zugleich ist und das zeigt, wie gut Gua Bao vegan funktioniert. 🤩 Aromatisch, ausgewogen und genau richtig zwischen Comfort und Street Food.

Dieses Rezept ist unsere Einladung, taiwanesisches Street Food zu Hause nachzukochen. Wer sich einmal auf Bao Buns mit Hefeteig, Dampf und Tempeh ohne Bitterkeit eingelassen hat, wird merken: Der Aufwand lohnt sich. Und vielleicht wird Gua Bao auch bei dir mehr als nur ein Trendgericht.

Das brauchts
Für die Bao Buns
- 300 g Weissmehl
- 1 TL Trockenhefe ca. 4g
- 1 TL Zucker
- ½ TL Salz
- 160 ml Wasser lauwarm
- 1 EL Öl
Für den glasierter Tempeh
- 200 g Bio-Tempeh
- 2 EL Öl
- 100 ml Bio-Sojasauce
- 2 EL Rohrohrzucker
- 1 EL Reisessig*
- 1 TL Sesamöl
- 2 Knoblauchzehen
- 2 cm Ingwer
- ½ TL Fünf-Gewürze-Pulver*
- 100 ml Wasser
Für die Pickles
- ½ Gurke
- 1 Karotten ca. 100 g
- 5 EL Reisessig*
- 2 EL Wasser
- 2 TL Zucker
- ½ TL Salz
Für die Garnitur
- 1 Bund Koriander
- 1 Frühlingszwiebel nur das Grün
- 20 g Erdnüsse ungesalzen
Ausserdem
- Öl zum Bestreichen der Bao Buns
So wirds gemacht
Bao Buns
- Mehl, Trockenhefe, Zucker und Salz in einer Schüssel mischen
- Lauwarmes Wasser und Öl dazugeben und alles zu einem weichen, glatten Teig verkneten
- Teig zu einer Kugel formen, in eine leicht geölte Schüssel legen, abdecken und an einem warmen Ort 60–90 Min auf das Doppelte aufgehen lassen
- Teig auf eine leicht bemehlte Arbeitsfläche geben, kurz durchkneten und in 8 gleich grosse Stücke teilen
- Teigstücke zu glatten Kugeln formen
- Kugeln zu ovalen Fladen von ca. 0.5 cm Dicke auswallen
- Oberfläche auf einer Hälfte leicht mit Öl bestreichen und die Fladen mittig zusammenklappen
- Bao Buns auf kleine Stücke Backpapier setzen, abdecken und 15–20 Min ruhen lassen
- Buns in einem Dämpfeinsatz bei mittlerer Hitze 10–12 Min dämpfen, dabei den Deckel nicht öffnen
- Bao Buns nach dem Dämpfen 5 Min im geschlossenen Dämpfer ruhen lassen, erst dann den Deckel abheben
Pickles
- Gurke in 3 gleich grosse Stücke schneiden, Stücke längs halbieren, Kerne entfernen und in feine Streifen schneiden
- Karotte schälen und in feine Streifen schneiden
- Gurke und Karotte in eine Schüssel geben, Reisessig, Wasser, Zucker und Salz dazugeben und alles gut mischen
- Pickles 15–20 Min ziehen lassen
Glasierter Tempeh
- Tempeh in ca. 1 cm dicke Scheiben schneiden und in leicht siedendem Wasser 10 Min sanft ziehen lassen
- Tempeh abgiessen und gut trocken tupfen
- Knoblauch und Ingwer schälen und fein reiben
- Öl in einer Pfanne erhitzen und den Tempeh bei mittlerer Hitze von beiden Seiten goldbraun anbraten
- Sojasauce, Rohrohrzucker, Reisessig, Sesamöl, Knoblauch, Ingwer, Fünf-Gewürze-Pulver und Wasser verrühren
- Sauce zum Tempeh in die Pfanne geben
- Tempeh bei mittlerer Hitze köcheln lassen und regelmässig mit der Sauce überziehen, bis diese reduziert und leicht sirupartig ist
Bao Buns füllen
- Koriander grob hacken
- Grün der Frühlingszwiebeln in feine Ringe schneiden
- Erdnüsse grob hacken
- Bao Buns öffnen und je 2-3 Scheiben glasierten Tempeh hineinlegen
- Pickles darauf verteilen und mit Koriander, Frühlingszwiebelgrün und Erdnüssen garnieren
- Bao Buns sofort servieren
Tipp!
- Wenn du keinen Dämpfer hast, funktioniert auch eine Couscouspfanne erstaunlich gut.
- Wickle den Deckel beim Dämpfen in ein sauberes Küchentuch, damit kein Kondenswasser auf die Bao Buns tropft.
- Öffne den Deckel während dem Dämpfen nicht und lass die Bao Buns danach ein paar Minuten im geschlossenen Topf ruhen, so fallen sie nicht zusammen.
- Wenn du wenig Zeit hast, kannst du die Pickles schon ein paar Stunden im Voraus zubereiten. Dadurch werden sie sogar noch aromatischer.
- Fülle die Bao Buns erst kurz vor dem Servieren, damit sie schön fluffig bleiben und sich nicht mit Sauce vollsaugen.
