Vegane Quarkini – Quarkbällchen ohne Ei

Gut zu wissen!
Quarkbällchen sind im deutschsprachigen Raum auch als Quarkkrapfen oder Vögerl bekannt.

Quarkini sind klein, rund und nicht zu unterschätzen. Kaum aus dem Öl, schon im Zucker und plötzlich ist die Schüssel leer. Unsere veganen Quarkbällchen zeigen, dass ein gutes Fettgebäck auch vegan funktioniert. Luftig, goldbraun und gefährlich gut: Wer einmal anfängt, hört selten nach einem Bällchen auf.

Direkt zum rezept

Wenn die Fasnacht 🤡 vor der Tür steht, steigt bei uns die Vorfreude. Natürlich wegen den Guggenmusigen, den bunten Kostümen und den Konfetti, die wir noch Wochen später in Jackentaschen und Schuhen finden. Aber seien wir ehrlich, ein wesentlicher Teil dieser Freude ist kulinarischer Natur. Bevor das Fasten beginnt, wird noch einmal aus dem Vollen geschöpft (wir fasten natürlich 😇). Fettig, süss, knusprig und ohne schlechtes Gewissen. 😋

Goldbraun frittierte vegane Quarkini im Korb, aussen knusprig und innen fluffig

Für uns gehören neben Schenkeli, Fasnachtschüechli und Zigerkrapfen auch diese kleinen, goldbraunen Kugeln dazu. Genau, wir sprechen von veganen Quarkbällchen, die man bei uns in der Schweiz als Quarkini kennt. Sie sind weniger pompös als Berliner, aber mindestens genauso lecker. 😍 Aussen leicht knusprig, innen luftig und fluffig. Eigentlich ist es viel zu schade, sie nur während der fünften Jahreszeit zu essen.

Quarkbällchen im deutschsprachigen Raum

Quarkbällchen haben im deutschsprachigen Raum eine lange Tradition. Sie zählen zum klassischen Fasnachts- und Faschingsgebäck, das besonders in der Zeit vor der Fastenzeit gebacken wird.  Im Gegensatz zu Hefeteigen kommen Quarkbällchen ohne lange Gehzeiten aus. Stattdessen sorgt Quark für die typische lockere, saftige Textur, die dieses Fettgebäck so beliebt macht.

Das Fasnachtsgebäck ist in Deutschland 🇩🇪, Österreich 🇦🇹 und der Schweiz 🇨🇭 verbreitet, allerdings unter ganz unterschiedlichen Namen. Je nach Region sind die kleinen Kugeln auch als Quarkkrapfen oder Mäuse 🐭 bekannt. In Bayern und Österreich begegnet man ihnen häufig unter der Bezeichnung Vögerl. 🐦‍⬛ Umgangssprachlich hört man gelegentlich auch den Namen Knubbel. Allen gemeinsam ist die runde Form, das Frittieren im heissen Öl und das anschliessende Wälzen in Zucker.

Angebissener veganer Quarkini ohne Ei mit luftiger, feinporiger Krume

In der Schweiz haben sich die kleinen Kugeln als Quarkini etabliert und sind ein fester Bestandteil der närrischen Zeit. Sie gehören bei uns dazu wie Konfetti und Guggenmusik. Allerdings findet man sie nicht nur an der Fasnacht, sondern auch auf der Chilbi im Herbst. Auch sonst werden sie gerne als süsse Leckerei zwischendurch genossen.

Warum Quarkini so luftig werden

Das Besondere an Quarkinis ist ihre Textur. Der Teig ist deutlich feuchter als bei anderem frittiertem Gebäck, was ihnen diese unvergleichlich zarte, luftige Krume verleiht. Aussen goldbraun und leicht knusprig, innen weich und fast schon cremig. Genau dieser Kontrast macht ihren Reiz aus.

Vegane Quarkbällchen als klassisches Fasnachtsgebäck in veganer Variante

Bei unserer veganen 🌱 Version ersetzen wir den klassischen Quark durch veganen Skyr, der dem Teig Struktur gibt. Für die besonders lockere Textur setzen wir bewusst auf eine Kombination aus Backpulver und Natron. Zusätzlich bringt Wasser mit Kohlensäure noch mehr Leichtigkeit ins Spiel. Dieses Zusammenspiel, sorgt für besonders fluffige vegane Quarkini ohne Ei. 🥚

Backpulver und Natron?

Der Grund für die Kombination von Natron und Backpulver ist schnell erklärt. Während Backpulver für eine gleichmässige Lockerung sorgt, unterstützt Natron das schnelle Aufgehen des Teigs beim Frittieren. Natron entfaltet seine Wirkung besonders gut in einer leicht sauren Umgebung. Genau das bringen veganer Skyr oder Quark mit. Die Hitze beim Frittieren sorgt für eine rasche Gasbildung. Dadurch gehen die Quarkini schneller und gleichmässiger auf und werden innen besonders locker.

Vegane Quarkini ohne Ei, rund geformt und gleichmässig goldbraun frittiert

Dabei ist das Timing wichtig. Der Teig sollte nicht lange stehen, sondern möglichst zügig verarbeitet werden, damit das Natron im heissen Öl seine Wirkung entfalten kann. Auch die Temperatur spielt eine Rolle. Ist sie zu hoch, werden die Quarkini aussen schnell dunkel, bleiben innen aber kompakt. Ist sie zu niedrig, saugen sie sich mit Öl voll und verlieren ihre Leichtigkeit.

Vegane Quarkini im Korb mit Konfetti, traditionelles Fettgebäck ohne Ei

So gelingen luftige Quarkbällchen

Bei der Zubereitung zeigt sich schnell, dass Quarkbällchen zwar kein kompliziertes Projekt sind, aber doch etwas Aufmerksamkeit verlangen. 👀 Der Teig ist weich und sollte auch so bleiben, also eher luftig als perfekt geformt. Entscheidend ist dabei weniger die Technik, sondern vielmehr das Gefühl. Ist der Teig zu weich, hilft ein Löffel Mehl. Ist er zu fest, sorgt ein Schuss Wasser mit Kohlensäure für mehr Leichtigkeit.

Beim Frittieren lohnt es sich, mit einer Probekugel zu starten. Ein Blick ins Innere zeigt sofort, ob Öltemperatur, Grösse und Garzeit stimmen. Hat man den Dreh einmal raus, läuft der Rest fast von selbst. Auf jeden Fall bleibt der Aufwand überschaubar und wird mit luftig-süssem Genuss belohnt. Wenn ihr einmal ein frisches, selbstgemachtes Quarkini probiert habt, werdet ihr wissen, warum es sich lohnt, die kleinen Kugeln selber zu machen. 🧑🏻‍🍳

Vegane Quarkbällchen mit Suchtpotenzial

Quarkini sind kein Dessert, sie sind ein Zustand! Sie bringen ein bisschen Fasnacht 🎉 in die Küche, selbst wenn draussen gerade keine Gugge spielt. Sie kleben an den Fingern, verschwinden schneller, als man zählen kann, und lassen sich erstaunlich schlecht teilen. 😅 Unsere vegane Version kann genau das: süchtig machen – ganz ohne Ei, aber mit maximaler Zimt-Zucker-Dichte.

Frisch frittierte vegane Quarkini, noch warm in Zimt-Zucker gewendet

Ob an der Fasnacht, an einem grauen Sonntagnachmittag oder einfach dann, wenn der Moment gerade günstig erscheint: Quarkbällchen liefern immer, was man von ihnen erwartet. Am besten warm, mit einem Berg Zucker und der leisen Erkenntnis, dass eine Kugel selten reicht.

Zutaten für vegane Quarkini ohne Ei mit veganem Skyr, Mehl, Zucker und Mineralwasser
Vegane Quarkini – Quarkbällchen ohne Ei
Klein, rund und gefährlich gut: Diese luftigen, goldbraun frittierten veganen Quarkini sind schneller weg, als man schauen kann. Ein Fasnachtsklassiker, der das ganze Jahr über funktioniert!
Zutaten für16 Quarkbällchen
Vorbereitung 10 Minuten
Zubereitung 30 Minuten
Gesamtzeit 40 Minuten

Das brauchts

  • 250 g veganer Skyr
  • 90 g Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 50 ml Wasser mit Kohlensäure
  • 250 g Weissmehl
  • 1 TL Backpulver
  • 1 TL Natron
  • ½ TL Maisstärke
  • 1 Prise Salz

Ausserdem

  • 750 ml Öl zum Frittieren
  • 5 EL Zucker zum Umhüllen der Quarkini
  • ½ TL Zimt* zum Umhüllen der Quarkini

So wirds gemacht

  • Veganen Skyr, Zucker und Vanillezucker in einer Schüssel glatt rühren
  • Wasser mit Kohlensäure unterrühren
  • Weissmehl, Backpulver, Natron, Maisstärke und Salz mischen, zur Quarkmasse sieben und zügig verrühren, bis ein weicher, leicht klebriger Teig entsteht
  • Öl in einem weiten Topf oder in der Fritteuse auf ca. 175–180 Grad erhitzen
  • Mit einem kleinen Eisportionierer oder zwei Löffeln ca. 3 cm grosse Teigkugeln formen und vorsichtig ins heisse Öl geben
  • Quarkini bei mittlerer Hitze portionsweise 3–4 Min goldbraun frittieren, dabei gelegentlich wenden
  • Herausnehmen und auf Küchenpapier kurz abtropfen lassen
  • Zucker und Zimt mischen und die Quarkini noch warm darin wenden

Tipp!

  • Wenn der Teig zu weich und stark klebrig ist, rühre 1 EL Mehl unter. Ist er dagegen zu fest oder kompakt, gib 1 EL Wasser mit Kohlensäure hinzu, um ihm mehr Luftigkeit zu verleihen.
  • Wenn du unsicher bist, starte mit einer einzelnen Probekugel und schneide sie nach dem Frittieren auf. So bekommst du schnell ein Gefühl für die richtige Hitze und Garzeit.
  • Arbeite zügig und lass den Teig nicht stehen, damit das Natron seine Wirkung optimal entfalten kann.
  • Frittiere lieber nur wenige Quarkini auf einmal, damit die Öltemperatur stabil bleibt und sie gleichmässig goldbraun werden.
  • Wälze die Quarkbällchen direkt nach dem Abtropfen im Zucker oder Zimt-Zucker. Solange sie noch warm sind, haftet die Hülle am besten.
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Vegane Quarkbällchen in Zucker gewälzt, servierbereit für die Fasnacht

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