Enthält Werbung für Nahrin.
Was, wenn der ganze italienische Sommer auf ein warmes Fladenbrot passen würde? Eines aus der Pfanne, mit einem leuchtend grünen Aufstrich und ein paar mediterranen Begleitern. Leicht genug für heisse Abende, üppig genug fürs Abendessen und schneller fertig, als die Grillkohle durchglüht.
DIREKT ZUM REZEPTDer Sommer teilt die Menschheit in zwei Lager. Die einen veranstalten jeden Abend eine Grillparty, bei der die Nachbarschaft schon am Rauch erkennt, was heute drüben auf dem Rost brutzelt. 🔥 Die anderen begegnen der Hitze mit so viel Rohkost, dass man irgendwann aufpassen muss, nicht zum Wiederkäuer zu werden – noch ein Blatt Salat 🥬, und man beginnt, seitlich zu kauen und den Nachmittag im Schatten liegend zu verdauen. 😎

Wenn wir ehrlich sind, gehören wir eher zur zweiten Fraktion. Und weil wir unseren Kiefer schonen wollten, waren wir diesen Sommer auf der Suche nach etwas, das leicht bleibt, ohne dass am Ende nur Grünzeug auf dem Teller liegt. Herausgekommen ist ein italienisch angehauchtes Fladenbrot mit Erbsencreme 🫛, das man an einem heissen Abend gerne isst, das aber trotzdem satt macht und nach mehr aussieht als nur nach einer Beilage. 😋
Ein Snack, der uns keine Ruhe liess
Die besten Ideen kommen uns oft auf Reisen. Wir waren in Italien unterwegs und freuten uns nach einem langen Tag auf das übliche Abendessen – Pasta al Pomodoro oder Pizza Marinara 🍕. Italien ist ja nicht gerade für seine vegane Küche bekannt, und irgendwann kennt man die Klassiker auswendig. 🙈 Umso überraschter waren wir, als wir auf der Karte Crostini con piselli entdeckten – geröstete Brote mit Erbsenpüree. Das klang nach einer willkommenen Abwechslung, und wir bestellten sie sofort.

Was kam, war ein leuchtend grünes Erbsenpüree mit Minze und Zitrone auf knusprigem Brot. Wir haben sie weggeknabbert, bevor der Hauptgang kam, und dachten uns hinterher, dass es eigentlich viel zu schade ist, diese Creme nur als Häppchen zu verschwenden.
Dieses grüne Püree hat in Italien eine längere Geschichte, als man einem Aufstrich zutrauen würde. Erbsen werden auf der Halbinsel schon seit der Römerzeit angebaut. Was einst als einfache und nahrhafte Mahlzeit der Bauern galt, schaffte es in der Renaissance auf die Tafeln des Adels. Das Erbsenpüree selbst ist ebenfalls ein Klassiker der bäuerlichen Küche. 👩🏻🌾

Bereits in einem Bologneser Kochbuch von 1857 findet sich ein Rezept dafür, damals noch mit Zwiebeln und Schinken. Die Kombination mit Minze ist dabei kein Zufall, denn dem Kraut wird traditionell nachgesagt, dass es die Verdauung von Hülsenfrüchten erleichtert. Ausserdem passt frische Minze sehr gut zu jungem Gemüse wie Erbsen. Heute wird daraus gerne eine Erbsencreme mit Minze 🌿 und Basilikum zubereitet, mit einem Spritzer Zitrone 🍋 und Olivenöl, die auf warmen Bruschette serviert wird – ein Frühlings- und Sommerklassiker, der die Zutaten einfach für sich sprechen lässt.
Soweit, so gut. Nur wollten wir eben keinen Apéro, sondern ein Abendessen! 👨🏻🍳

Von Manakish über Focaccia zum Fladenbrot
Also musste ein grösserer Unterbau her. Der erste Gedanke war ein Fladenbrot 🫓, doch den haben wir schnell wieder verworfen. Fladenbrot klang für uns zu sehr nach Levante, nach Manakish und Pita. Schön, aber ein anderer Film. Ein italienisches Erbsenpüree auf einem Brot, das geschmacklich Richtung Beirut zeigt, wollte nicht richtig zusammenpassen.





Der nächste Kandidat war Focaccia. Italienisch, keine Frage. Aber wer schon einmal ein ordentliches Stück Focaccia in der Hand hatte, weiss, dass das bereits eine Menge Brot ist. Da noch eine Erbsencreme und ein Antipasti-Topping draufzupacken und das Ganze anschliessend als «leichtes Sommergericht» zu verkaufen, wäre uns schwergefallen. Die Balance hätte einfach nicht gestimmt.


Also zurück zum Fladenbrot. Und ja, ein dünnes, belegtes Fladenbrot gibt es durchaus auch in Italien – die Piadina aus der Romagna zum Beispiel. Aber euch unsere Erfindung nun als Piadina zu verkaufen, wäre dann doch etwas gar konstruiert gewesen. 😉 Eine Piadina ist eine Piadina, und was wir vorhatten, war es nicht. Es blieb also schlicht ein Fladenbrot, dünn ausgewallt und in der Pfanne gebacken, mit genug Röstaromen und Struktur, um das Topping zu tragen, ohne selbst die Hauptrolle zu beanspruchen.
Erbsencreme und Topping: was den Belag ausmacht
Beim Belag kommt es dann auf das Zusammenspiel von weich und frisch an. Die Basis der Fladen ist veganer Joghurt statt Wasser. Er macht die Krume weicher und bringt einen feinen säuerlichen Ton, der sich später mit den süssen Erbsen gut verträgt. Das Backpulver ersetzt die Hefe und sorgt trotzdem für ein wenig Auftrieb, damit die Fladen nicht zu Fladen im schlechten Sinn geraten. 🙊


Die Erbsencreme mit Minze lebt von einer einzigen Entscheidung: Nicht pürieren! Ein stückiges Mus hat Biss und trägt das Topping, ein glatt gemixter Brei würde davonlaufen. Minze und ein Spritzer Zitrone halten es frisch und nehmen den Erbsen die brave Süsse. Ein gutes Olivenöl rundet das Ganze ab und bindet. Wir verwenden das Olivenöl Extra Vergine von Nahrin, dem Schweizer Familienunternehmen, das auf natürliche Zutaten und den Verzicht auf Überflüssiges setzt. Hier schmeckt man, dass ein Öl mehr sein kann als nur ein Fettträger.

Beim Topping geht es um Kontraste. Artischocken bringen erdige Tiefe, grüne Oliven 🫒 eine salzige Kante, getrocknete Tomaten Farbe, konzentrierte Süsse und Umami und geröstete Pinienkerne den Crunch, der auf all dem Weichen sonst fehlen würde. Dazu Kräuter und Gartenkresse für die frische, grüne Note. Am wichtigsten ist schliesslich der richtige Moment. Die Fladen wollen warm belegt und sofort gegessen werden. Wer sie vorbereitet und liegen lässt, verschenkt genau die Frische, um die es hier geht.
Warum wir beim Essen kurz an Rom denken mussten
Und dann, als die fertigen Fladen belegt auf dem Teller lagen, mussten wir beim ersten Bissen lachen. Knuspriger, dünner Boden, üppig belegt, leicht und doch sättigend – Moment mal, hatten wir da nicht gerade aus Versehen eine Pinsa gebacken? Auf die Idee sind wir bei der ganzen Reise durchs Brotregal kein einziges Mal gekommen, dabei lag sie die ganze Zeit auf der Hand. 😅

Streng genommen ist es natürlich keine, denn dafür fehlt das spezielle Pinsamehl und die lange Teigführung. Aber vom Prinzip her kommt unser Fladenbrot einer Pinsa ziemlich nahe, nur eben in schnell. Und gerade das ist im Sommer Gold wert, weil da niemand Lust hat, den halben Nachmittag auf einen Teig zu warten. ⏰
Zum Wiederkäuer sind wir an diesem Abend jedenfalls nicht geworden. Und das ist, mitten im Hochsommer, vielleicht das schönste Kompliment, das man einem Abendessen machen kann.

Das brauchts
Fladenbrote
- 450 g Weissmehl plus etwas mehr zum Bestäuben
- 300 g veganer Joghurt ungesüsst
- 2 TL Weinstein-Backpulver*
- 2 TL Nahrin Kräuter Meersalz
- 1 EL Nahrin Olivenöl plus etwas mehr für die Pfanne
Erbsencreme
- 600 g Erbsen gefroren
- 5 Blätter Minze
- Abrieb einer halben Bio-Zitrone
- 1 TL Zitronensaft
- 2 EL Nahrin Olivenöl
- Salz und Pfeffer
Topping
- 160 g Artischocken in Öl
- 80 g Oliven grün, ohne Stein
- 80 g Dörrtomaten in Öl
- 2 EL Pinienkerne
- ¼ Bund glattblättrige Petersilie
- einige Blätter Basilikum frisch
- einige Blätter Minze
- 1 Schale Gartenkresse
- Nahrin Olivenöl zum Beträufeln
So wirds gemacht
Fladenbrotteig
- Mehl, Backpulver und Nahrin Kräuter Meersalz in einer grossen Schüssel mischen
- Joghurt und 1 EL Olivenöl dazugeben und von Hand oder mit der Küchenmaschine zu einem glatten Teig kneten
- Teig zugedeckt min. 15 Min ruhen lassen
Erbsencreme
- Erbsen in Salzwasser aufkochen und 5 Min. ziehen lassen
- Erbsen abgiessen und ausdampfen lassen
- Minzblätter fein hacken
- Erbsen mit einer Gabel oder einem Kartoffelstampfer zu einem stückigen Mus zerdrücken
- Zitronenabrieb, einen Spritzer Zitronensaft, Minze und 2 EL Olivenöl daruntermischen
- Erbsencreme mit Salz und Pfeffer abschmecken
Topping
- Pinienkerne in einer Pfanne ohne Öl goldbraun rösten und beiseite stellen
- Artischocken abtropfen lassen und vierteln
- Getrocknete Tomaten abtropfen lassen und in Streifen schneiden
- Oliven halbieren
- Petersilie und Basilikum hacken
- Minzblätter abzupfen und grob hacken
- Gartenkresse abschneiden
Fladenbrote backen
- Arbeitsfläche und Hände grosszügig bemehlen
- Teig in 8 gleich grosse Stücke teilen
- Teigstücke zu ovalen Fladen von ca. 15 cm Länge und 4–5 mm Dicke auswallen
- Bratpfanne richtig heiss werden lassen und leicht beölen
- Fladenbrote nacheinander bei mittlerer bis hoher Hitze 2–3 Min pro Seite ausbacken, bis sie goldbraun sind
- Fladenbrote beiseite stellen
Anrichten
- Erbsencreme gleichmässig auf den warmen Fladenbroten verteilen und verstreichen
- Fladenbrote mit Artischocken, getrockneten Tomaten und Oliven belegen
- Mit Pinienkernen, Petersilie, Basilikum, Minzblättern und Gartenkresse bestreuen
- Mit Olivenöl beträufeln und sofort servieren
Tipp!
- Lass die Pfanne richtig heiss werden, bevor der erste Fladen hineinkommt. Ist sie zu kalt, trocknet das Brot aus, statt Blasen zu werfen.
- Zerdrücke die Erbsen nur grob und püriere sie nicht. Ein stückiges Mus hat mehr Biss und trägt das Topping besser als eine glatte Creme.
- Wenn du den Teig ausrollst, streue grosszügig Mehl auf die Arbeitsfläche und die Hände. Mit Joghurt wird er etwas klebriger als ein Hefeteig.
- Wenn du nacheinander backst, halte die fertigen Fladenbrote im Ofen bei 60 Grad warm. Mit zwei Pfannen bist du doppelt so schnell fertig.
- Wenn du keinen pflanzlichen Joghurt hast, nimm stattdessen Wasser wie bei unserem schnellen Fladenbrot ohne Hefe. Die Fladen werden etwas weniger weich, funktionieren aber genauso.
- Schütte das Öl aus dem Artischockenglas nicht weg, sondern verwende es zum Beträufeln. Es bringt schon Aroma mit und spart dir einen Schritt.
